19. Mai 2010

Alles begann mit einem Quartiergeschäft
27-jährig eröffnete Theodor Baumgartner im Frühjahr 1910 im Zürcher Quartier Unterstrass eine Eisenwarenhandlung – eine von damals rund -einem Dutzend in Zürich. Gerade mal zehn Jahre vor der Gründung der Firma war aus Zürichs Strassenbild das legendäre Rösslitram verschwunden. Zürich, mit damals bereits rund 200 000 Einwohnern befand sich an der Schwelle zum 20. Jahrhundert auf dem Weg zur unbestritten grössten Schweizer Stadt – keine schlechte Voraussetzung für den geschäftstüchtigen Firmenpatron aus der Ostschweiz.
Er lenkte sein Geschäft trotz Rückschlägen erfolgreich durch die schwierigen Zeiten während der zwei Weltkriege. Das früheste Angebot des Ladens reichte von allen möglichen Werkzeugen für Handwerker, Fuhrleute und Bauern bis zu Kohlebügeleisen, Pfeffermühlen oder Mausefallen für den Haushalt – die Gegenstände aus Originalkatalogen von 1910 würden jedes Museum bereichern.
Nach 1945 übernahm zunehmend die zweite Generation das Zepter. Nicht weniger als sieben der insgesamt zwölf Kinder des Gründers verhalfen dem Handelsunternehmen in den Hochkonjunkturjahren ab 1950 zu ungeahnter Blüte. Bis in die 80er-Jahre wuchs das Geschäft mit Eisen- und Haushaltwaren, Rollen, Garageneinrichtungen und weiteren Industrieartikeln. Anpassungen an die Marktverhältnisse führten in den 90er-Jahren zur Konzentration aufs heutige Kerngeschäft mit Rollen und Garagenbedarf. Der Geschäftssitz wurde ganz in den früheren Aussensitz nach Dällikon verlegt. Wie eh und je steht der Familienbetrieb in dritter Generation auf solidem Fundament – der starken Basis, die in 100 Jahren gewachsen ist.
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